Foto: Astrid Schmidhuber

„Wenn die Worte aufhören, beginnt
die Musik.“

Heinrich Heine

Eine äußerst missliche Situation für uns Musikjournalistinnen und -journalisten ist das, wir wollen ja den umgekehrten Weg gehen. Hören, sehen, erleben. Und dann schreiben, sprechen, dabei analysieren, einordnen, im Idealfall verständlich und nachvollziehbar. Diesen Weg gibt es, davon bin ich überzeugt. Wobei es nie ein direkter Weg ins Zentrum ist, eher eine Umkreisung, das hat zu tun mit dem ungreifbaren Wesen der Musik. Doch diese Annäherung kann enorm lohnenswert und erfüllend sein.

Deswegen gibt es Musik als Beruf nicht. Sie ist immer, so hehr und pathetisch das klingen mag, eine Berufung. In erster Linie für die Ausführenden. Jedoch auch für diejenigen, die über Konzerte und Aufführungen berichten. Kritik würde ich das nicht unbedingt nennen, das wirkt immer so negativ. Vielleicht: journalistische Begleitung.

Und die kann vielfältig sein. Gerade deshalb schätze und liebe ich das, was ich seit vielen Jahren tue. Weil man nicht nur großen Werken begegnet, sondern auch Künstlerinnen und Künstlern. Dies reicht von der bloßen Befragung bis, und das ist die schönste Situation, zum Austausch. Weil wir letztlich, das hat gerade die Corona-Pandemie gezeigt, nicht auf verschiedenen Tischseiten sitzen, sondern auf derselben. Es geht uns um die gemeinsame Sache.

Das halte ich mir immer vor Augen. Was wichtig ist: der Bericht, die Beurteilung, noch mehr aber Hintergründe aufzuzeigen und Verständnis, ja Begeisterung zu wecken. Auch wenn die Wertung des Abends negativ ausfällt oder er, ein böses Wort, „verrissen“ wird. Doch sind solche Texte letztlich verkappte Liebeserklärungen, man hätte es einfach gern schöner gehabt.

Kulturjournalismus kann und muss also auch knifflig und kompliziert sein. „Über Musik zu reden, ist wie über Architektur zu tanzen“, meint Frank Zappa. Keine üble Idee.

Musikvermittlung

Konzerteinführungen müssen keine trockenen Veranstaltungen sein. Auch mit Unterhaltsamem kann man sich Werken nähern.

Eine kleine Nachtkritik

Wie war die Opernpremiere oder das Konzert? Nicht lange nach dem letzten Ton erfahren Sie es auf meinem Youtube-Kanal.

Nebenbei bemerkt

Was tut sich vor und hinter den Kulissen, in Kulturszene und -politik? In meinem Blog schreibe ich darüber.